Der Fall Demjanjuk. Revolution der Teilnahmedogmatik durch das LG M├╝nchen II?

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Artikelnummer: 6909800327614844 Kategorie:

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Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Jura – Strafrecht, Note: 13, Philipps-Universit├Ąt Marburg (Institut f├╝r Kriminalwissenschaften), Veranstaltung: Strafrechtliches Seminar: Nationale Verfolgung internationaler Verbrechen, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Zentrum der vorliegenden Arbeit steht die Untersuchung der Begr├╝ndung der Beihilfestrafbarkeit von John Demjanjuk durch das Landgericht M├╝nchen II unter dogmatischen Gesichtspunkten. Dabei wird insbesondere die Entscheidungspraxis deutscher Strafgerichte in fr├╝heren NS-Verfahren analysiert. Am 12. Mai 2011 wurde der 91j├Ąhrige Angeklagte John Demjanjuk von der 1. Strafkammer des Landgerichts M├╝nchen II nach achtzehnmonatiger Hauptverhandlung unter dem Vorsitz von Ralph Alt der sechzehnfachen Beihilfe zum Mord in 28.060 F├Ąllen im NS-Vernichtungslager Sobibor schuldig gesprochen und zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von f├╝nf Jahren verurteilt. Unter Ber├╝cksichtigung des Alters des Angeklagten hob die Kammer den Haftbefehl gegen Demjanjuk auf, ordnete dessen Entlassung aus der zwei Jahre andauernden Untersuchungshaft an und setzte die Haftvollstreckung unmittelbar aus. Bevor der Bundesgerichtshof ├╝ber die anh├Ąngigen Revisionen des Verurteilten und der Staatsanwaltschaft entscheiden konnte, verstarb John Demjanjuk am 20. M├Ąrz 2012. Das Urteil erlangte somit keine Rechtskraft. Das Urteil der 1. Strafkammer des Landgericht M├╝nchen II, aber auch bereits das Verfahren gegen John Demjanjuk selbst lie├čen sowohl in vielen Medien, als auch in Teilen der rechtswissenschaftlichen Literatur, kritische Stimmen laut werden. So wurde der Rechtsauffassung der Kammer eine ┬┐deutliche Abkehr von der fr├╝heren Spruchpraxis┬┐ konstatiert. Die Anklage gegen Demjanjuk breche gar mit ┬┐mit allem[┬┐] was bislang bei der Ahndung von NS-Verbrechern gegolten hat.┬┐ Andere wiederum bewerten die Rechtsauffassung des Landgericht M├╝nchen keineswegs als ┬┐Paradigmenwechsel bei der Strafverfolgung des Personals in den deutschen Vernichtungslagern┬┐ sondern sehen die Auffassung des LG M├╝nchen als Fortsetzung einer Spruchpraxis, die bereits in der Rechtsprechung zu den Lagern mit reinem Vernichtungszweck praktiziert worden ist.

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